Die Geschäftsnummer behalten, wenn du den Anbieter wechselst

Die Geschäftsnummer behalten, wenn du den Anbieter wechselst

Die Nummer, unter der dich Kunden seit zehn Jahren anrufen, gehört dir und nicht dem Anbieter. Der Wechsel mit Rufnummernmitnahme ist möglich, hat aber feste Regeln und eine gefährliche Stelle: die Festnetznummer im Glasfaserpaket.

Die Nummer gehört dir: die Rechtslage

Die Rufnummernmitnahme bleibt ein Recht des Kunden und kein Entgegenkommen des Anbieters: Die Nummer bleibt dir zugeordnet, auch wenn du wechselst, und nach dem italienischen Kommunikationsgesetz bleibt sie mindestens einen Monat nach Vertragsende verfügbar.

Der Antrag geht immer an den neuen Anbieter, nie an den alten: Der aufnehmende Anbieter startet das Verfahren und kündigt für dich. Kündigst du vorher selbst, fällt die Nummer in den Bestand des alten Anbieters zurück und ist praktisch verloren.

Mobil: was du brauchst und wie lange es dauert

Für eine Mobilnummer brauchst du drei Dinge: die ICCID der SIM (die 19 Ziffern auf der Karte oder in den Einstellungen des Telefons), die Daten des Inhabers mit Steuernummer oder Umsatzsteuernummer und ein gültiges Ausweisdokument. Kein Geheimcode, kein Anruf beim alten Anbieter.

Du unterschreibst beim neuen Anbieter, bekommst die SIM und aktivierst sie: Der Wechsel ist meist in einem bis drei Werktagen erledigt. Während der Umschaltung ist die Leitung ein paar Minuten still, fast immer nachts. Leg den Termin auf den Wochenanfang, nicht auf Freitag.

Festnetz: der Migrationscode und die echten Fristen

Eine Festnetzleitung braucht den Migrationscode, eine alphanumerische Zeichenfolge auf der Rechnung oder im Kundenbereich des alten Anbieters. Dazu kommen die genaue Adresse des Anschlusses und der Name des Inhabers, exakt wie im Vertrag: Der Ladenname statt der Firmierung lässt den Antrag scheitern.

Die Fristen laufen länger als im Mobilfunk: ab zehn Werktagen, wenn nur der Anbieter wechselt, länger, wenn auch die Technik wechselt, etwa von Kupfer auf Glasfaser. Lass die alte Leitung laufen, bis die neue wirklich ein Gespräch trägt.

Die Nummer am Glasfaservertrag: hier geht sie verloren

In den meisten Glasfaserangeboten ist die Festnetznummer ein VoIP-Dienst im Paket. Sie mitzunehmen schließt faktisch den Sprachteil, und manche Verträge werten das als Teilkündigung: Der Aktionsrabatt fällt weg oder die Restraten für den Router werden fällig.

Frag den Anbieter vorher schriftlich, was mit Anschluss und Preis passiert, wenn nur die Nummer geht. Bleibt die Antwort vage, lass die Nummer liegen und schick die Gespräche per Rufumleitung woanders hin.

Kosten, Bindung und Strafen

Die Übertragung selbst ist kostenlos und darf nicht berechnet werden. Berechnet werden dürfen Kündigungskosten, die laut Gesetz dem tatsächlichen Aufwand des Anbieters entsprechen und vor der Unterschrift genannt werden müssen, dazu Restraten für ein Telefon oder einen Router aus dem Abo.

Die Kündigungsfrist darf dreißig Tage nicht überschreiten. Steht auf der Schlussrechnung eine pauschale Strafe, die in den Preisbedingungen nicht beschrieben ist, widersprich: zuerst beim Anbieter, dann in einem kostenlosen Schlichtungsverfahren beim Corecom.

Was du vor dem Wechsel prüfst

Prüfe fünf Punkte: auf wen die Nummer läuft (steht sie noch auf dem Vorbesitzer des Betriebs, zuerst umschreiben lassen), ob die geografische Nummer in ihrem Vorwahlbezirk bleibt, die Mindestlaufzeit, die Kündigungskosten in Euro und was mit dem Rest des Pakets geschieht.

Eine geografische Nummer bewegt sich nur innerhalb ihres Nummernbereichs: Ziehst du mit dem Betrieb in eine andere Provinz, bleibt die alte Vorwahl zurück. Dann bleibt ein Weg, die alte Leitung zu behalten und ihre Anrufe auf die neue Nummer umzuleiten.

Mit Rispondly muss gar nichts übertragen werden: Die Nummer bleibt deine, du richtest eine Umleitung ein und die Assistentin geht daran.

Lass dich in 20 Sekunden von deiner Assistentin anrufen

Hinterlass uns den Namen deines Betriebs und deine Handynummer: Wir rufen dich mit einer Demo an, die auf deinen Leistungen aufgebaut ist. Dann entscheidest du.